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Über uns

Die Idee

Das Typorama ist einerseits ein Produktionsbetrieb,

in dem noch heute verschiedenste Drucksachen in althergebrachtem Bleisatz-Handwerk zu meist konkurrenzfähigen Preisen hergestellt werden. Anderseits ist das Typorama aber auch ein Museum für Bleisatz und Buchdruck, in dem das Wissen und Können aus den vergangenen Jahrhunderten bewahrt und weitergegeben sowie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Der Beginn

Mit dem Kauf einer Linotype Ideal Baujahr I9I2 legte Paul Wirth im März I979 den Grundstein zu seiner vorerst ‹Das kleine Setzmaschinen-Museum› genannten Sammlung. Er wollte damit die faszinierende Technik des maschinellen Bleisatzes, der damals gerade vom Fotosatz abgelöst wurde, der Nachwelt erhalten, und zwar produktionstüchtig nach dem Motto «Hier wirth noch, nicht hier hat man mal». Aus diesen Anfängen entstand in St.Gallen im Laufe der Jahre eine komplette Buchdruckerei mit allen Entwicklungsschritten des 20. Jahrhunderts. Seit I983 lebt Paul Wirth von den Erträgen dieser historischen Druckerei. Doch nahm diese immer größere Dimensionen an, welche I995 zur Namensänderung in ‹Typorama› veranlaßten.

Im Wandel der Zeit

Damals war ein Großteil des Sammelgutes noch in diversen Außenlagern deponiert, so daß es sich aufdrängte, «etwas zu unternehmen», um die einzigartige Sammlung endlich für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Intensive Anstrengungen, die Platzprobleme zu lösen, führten I997 zur Gründung des Fördervereins Typorama. Inzwischen ist das Typorama nach Bischofszell gezogen und begeistert die zahlreichen Besucher an Führungen durch die einzigartige Sammlung. Das interessierte Publikum rekrutiert sich aus allen Bevölkerungs-, Berufs-und Altersschichten. Jährlich werden an rund sechzig Führungen über tausend Personen in die Geheimnisse der schwarzen Kunst eingeweiht.

Die Ausstattung

So zeigen heute zehn Zeilensetzmaschinen, zwei Typograph, eine Monotype-Anlage sowie zwei Titelsetzmaschinen die Entwicklung von hundert Jahren Setzmaschinenbau. Die Handsetzerei beherbergt in acht Gassen hunderte von Schriftgarnituren, welche in einem Schriftenreigen mit sogenannten Wechselwörtern gezeigt werden. Im Maschinensaal stehen eine Kniehebel-Handpresse, zwei Boston-Handtiegelpressen, sieben Tiegel-Schnellpressen verschiedenster Bauart, eine Stopzylinder-Schnellpresse, drei Stopzylinder-Automaten (einer davon vertikal), sowie zwei Eintouren- und ein Zweitourenautomat und neuestens auch eine Schwingzylindermaschine. Die Sammlung wird abgerundet durch die ersten den Bleisatz ablösenden Fotosatzgeräte. Zudem ermöglicht die komplette Ausrüsterei die Produktion von Büchern.

Der Ausblick

Wie geht es weiter? Nun, da ein Großteil der Maschinen für die Zukunft erhalten bleibt, stellt sich die gleiche Aufgabe
für das Wissen um diese und die Techniken in Satz und Druck. Wie bereitet man bestimmte Satzarbeiten vor? Wie richtet man die Druckmaschine dort ein? Diese Fragen auch in Zukunft beantworten zu können, sollte ein Hauptziel sein. Ein weiteres ergibt sich durch die Produktion im Typorama. Auch wenn es sich einige Liebhaber dieser Techniken "leisten", mit diesen produzieren zu lassen, wird die Zeit nicht stehen bleiben. Insofern müssen die betrieblichen Abläufe auch optimiert werden. Daher setzen wir auf die Verteilung des Wissens auf möglichst viele Köpfe, denn dann gibt es hoffentlich immer ein "Backup".