Halte eine Maschine am Laufen
Im Typorama stehen die Maschinen nicht hinter Glas. Sie setzen, gießen, drucken, falzen und heften, und dafür brauchen sie Pflege: Öl, Riemen, Walzen, Ersatzteile und Leute, die wissen, wie man sie einstellt. Mit einer Patenschaft übernimmst du diese Pflege für ein bestimmtes Stück. Für eine Setzmaschine, eine Druckpresse, eine Falzmaschine oder eine Schriftfamilie.
Ein Museum, das läuft
Ein Museum, in dem die Maschinen laufen, kostet mehr als eines, in dem sie stehen. Eine Linotype, die nur dasteht, braucht ein Dach. Eine, die gießt, braucht Strom, Blei, Matrizen und alle paar Monate jemanden, der ein Teil anfertigt, das es seit Jahrzehnten nicht mehr neu zu kaufen gibt.
Deine Patenschaft fließt nicht in ein allgemeines Budget. Sie gehört zu einer Maschine, die du dir aussuchst. Wenn du vorbeikommst, weißt du, welche es ist.
Was eine Patenschaft kostet
Was eine Maschine kostet, hängt daran, wie viel an ihr läuft. Darum gibt es drei Stufen.
Handlich
CHF 100 im Jahroder CHF 1500 auf Lebenszeit
Eine Schriftfamilie bis 20 Kästen oder ein Handgerät: Höhenprüfer, Linienbiegegerät, Spatienschneider, Clichéwärmer und Ähnliches.
Eine Schriftfamilie liegt in vielen Kästen, Grad für Grad. Damit man mit ihr setzen kann, muss sie sauber, vollständig und richtig abgelegt sein. Fehlende Buchstaben werden ergänzt, verschmutzte Kästen gereinigt. Bei den Handgeräten geht es um Schärfe, Maßhaltigkeit und darum, dass sie im Kurs funktionieren.
Mittel
CHF 250 im Jahroder CHF 3750 auf Lebenszeit
Tiegeldruckpressen, Falz-, Rill-, Bohr-, Heft- und Schneidemaschinen, Andruckpressen, Fotosatz- und Hilfsgeräte; Schriftfamilien ab 21 Kästen.
Tiegel und Ausrüstmaschinen haben Antrieb, Lager, Riemen und, beim Tiegel, Farbwalzen, die mit der Zeit hart werden und neu bezogen werden müssen. Sie laufen in Führungen und Kursen, also werden sie gebraucht und nutzen sich ab.
Groß
CHF 500 im Jahroder CHF 7500 auf Lebenszeit
Setzmaschinen (Linotype, Intertype, Monotype, Ludlow, Typograph), Zylinder-Schnellpressen und Druckautomaten.
Eine Setzmaschine hat Tausende beweglicher Teile, einen Gießtopf mit flüssigem Blei und Matrizen, die sich abnutzen. Eine Schnellpresse wiegt Tonnen und braucht Strom, Schmierung und Einstellarbeit, bevor sie einen sauberen Bogen druckt. Hier fallen die größten Kosten an und die meisten Stunden.
Was du bekommst
| Gegenleistung | Handlich | Mittel | Groß |
|---|---|---|---|
| Nennung auf unserer Website, wenn du willst | ja | ja | ja |
| Urkunde | — | ja | ja |
| Namensschild am Objekt, wenn du willst | — | ja | ja |
| Freier Eintritt | — | — | ja |
| Deine Maschine einmal im Jahr laufen sehen (Vorführung auf Anmeldung) | — | — | ja |
Ein Jahr oder ein Leben lang
Du kannst jährlich zahlen oder einmal für dein ganzes Leben. Die Lebenszeit-Patenschaft kostet fünfzehn Jahresbeiträge und gilt, solange du lebst. Danach wird die Maschine frei für eine neue Patin oder einen neuen Paten, die sich um sie kümmern.
Für jemand anderen, oder ganz still
Als Geschenk: Eine Patenschaft lässt sich verschenken, an eine Kollegin aus der Setzerei, an den Onkel, der noch Bleisatz gelernt hat. Du bekommst einen Gutschein, die beschenkte Person wird Patin oder Pate.
Ohne Namen: Wenn du nicht genannt werden willst, bleibt dein Name bei uns. Auf der Website und an der Maschine steht dann nichts.
Diese Stücke suchen eine Patin oder einen Paten
Die Liste kommt direkt aus unserer Sammlungsdatenbank und ändert sich, sobald eine Patenschaft vergeben ist.
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Schriftfamilien
Patenschaften für Schriftfamilien kannst du schon jetzt anfragen. Schreib uns, welche Schrift dir am Herzen liegt.
Diese Maschinen haben schon Paten
Patenschaft anfragen
Die Patenschaften laufen über die Stiftung Typorama, Bischofszell. Das Geld geht in Pflege, Reparatur und Betrieb der Sammlung.